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  Die Zeit 1969-1975  
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Ho, Ho, Ho Chi Minh!

. . . Ho Ho Ho chi Minh skandierten tausende von Demonstranten auf den Straßen, verbrannten amerikanische Flaggen. 1967 bis 1969 - was geschah eigentlich in diesen, für die Bundesrepublik so entscheidenden Jahren? Die Studentenbewegung in den USA griff Mitte der 60er Jahre auf Westeuropa und Deutschland über. Zuerst erhob sich an der Freien Universität West-Berlins der Protest der Studenten gegen die verkrusteten Hochschulverhältnisse. Später, nach der Bildung der großen Koalition in Bonn, weitete sich der Protest der Studenten zusammen mit anderen Gruppen zur "außerparlamentarischen Opposition" (APO) aus. Der Protest der jungen Generation verband sich mit einem neue Lebensgefühl und richtete sich gegen die in ihren Augen veralteten Autoritäten in Schule, Elternhaus, Gesellschaft und Staat sowie gegen diktatorische Staatsformen in der Welt. Zur Eskalation kam es im Juni 1967, als bei einer Anti-Schah-Demonstration in West-Berlin der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel starb; nahezu alle Universitätsstädte wurden jetzt von den "Studentenrevolten" erfasst. Störung von Universitätsveranstaltungen, Blockaden des Straßenverkehrs auf belebten Plätzen und Straßen häuften sich. Brandanschläge gegen das Verlagshaus des Axel-Springer-Konzerns und Kaufhäuser "als Zentren der Übermacht des Systems und des Konsumterrors" zeigten den Übergang der Protestaktion zur Gewaltaktion. 1968 wurde ein Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke verübt - daraufhin kam es zu weiteren Demonstrationen und Aktionen gegen Zeitungsbetriebe. Besonders der Vietnamkrieg uni die Notstandsgesetze rückten 1968 in den Brennpunkt der Auseinandersetzungen. Die meist aus der marxistischen Gedankenwelt entwickelten Vorstellungen der Studentenrevolte fanden, obwohl ein Zusammenhang mit der Arbeiterbewegung stets betont wurde, keine Zustimmung in den Arbeitnehmerschichten, die den spektakulären Aktionen mit Ablehnung und Unverständnis begegneten. Mit Ausnahme einiger kleiner Gruppen, die schließlich in den Terrorismus abglitten und im Untergrund weiter agierten (RAF, Bewegung 2. Juni), verebbte die Studentenbewegung Anfang 1970. Ihr bleibendes Ergebnis war eine nachhaltige Veränderung der politischen Kultur in der Bundesrepublik.

(Hier wurde der Text in Bezug auf den GRAUEN REITER herausgenommen. Nach Rücksprache mit Tuby wird diese Passage nach einer Überarbeitung in richtiger Form eingestellt!) 31. Mai 2007

(aus: Der GRAUE REITER 106/107, S. 59 f.)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.