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  Neubeginn (1976-1986)  
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Mühevoller Neubeginn

Doch es geht weiter. Einige Ältere zeigen Verantwortungsbewusstsein, für die die Treue zum
Bund keine leeren Worthülsen sind. 1975 fangen nach einigem Zögern Lola und Anne mit einer
Sippe in Butzbach an. Gleiches geschieht in Düsseldorf unter der Führung von Hannes und Dorit. 1976 folgt Mirco mit seinen "Rulamännern" in Gingen. Der GRAUE REITER hat wieder funktionierende Gruppen, der Bund fängt wieder an zu leben. Und es entsteht etwas Neues; der GRAUE REITER ist nun nicht mehr mit dem von 1956 oder 1966 zu vergleichen. Schon in den äußeren Formen hat man sich gewandelt. Sicher, noch stehen die Kohten und Jurten, aber man hat von so vielem Abschied genommen. Niemanden scheint es mehr zu stören, wenn Pimpfe und Ältere in bunten Regenjacken, Jeans und Gummistiefeln über den Lagerplatz stolzieren; viele Lieder werden nicht mehr gesungen, alte Traditionen scheinen vergessen. Die späten Sechziger haben das Land entscheidend verändert, in der schmuddeligen Post- Flower- Power- Zeit ist kein Platz mehr für bündische Romantiker, die nach der Blauen Blume suchen.

1977 fand das siebte Überbündische Treffen auf dem >>> Allenspacher Hof statt. 116 GRAUE REITER nahmen an diesem Lager teil. Überschattet wurden diese Tage vom Tode Schnauz. Ein bitterer Schlag in dieser Zeit der Hoffnung, des Aufbruches. Und zugleich ein Zeichen des Wandels, des endgültigen Endes eines Abschnittes. Zwei Jahre später kam es zu dem Achterndiek-Lager an der Elbe, vorbereitet von der Evangelischen Jungenschaft Tyrker. 1980 folgte das Bundeslager "Bauernkriege und Eroberung des Hohen Krähens". Was für ein Lager! Auf einem alten Super-8-Film ist diese Schlacht um die Burg dokumentiert - und stellt so manchen "Sandalenfilm" in den Schatten. 1981 das wichtige Lager der Bünde in Gemeinschaft; zum ersten Mal seit fast sechs Jahren wird wieder ein Bundesführer gewählt - Zeppelin, der eine Gruppe in Schlatt führt. Aber schon im November 1982 wird Donnerkeil (Wolfgang Matzkeit) aus Reutlingen vom Stamm Albatros zu seinem Nachfolger gewählt. Dessen Amtszeit stand unter einem unglücklichen Stern, seine (Nerven-)Krankheit machte die Ausübung des Amtes fast unmöglich. In diese Zeit fällt auch der Austritt der Scalare aus Tübingen unter Letter, die wohl mehr der jugendbewegten Richtung verhaftet waren. 1984 brach der Nerother Wandervogel unter FN die bis dahin herzlichen Kontakte zum GRAUEN REITER ab. Aber den Bund konnte all dies nichts anhaben. Eine gewisse Eigendynamik hatte sich entwickelt, die durch nichts mehr zu stören oder gar zu stoppen war. Doch die Zeit des Neuanfangs und des Umbruchs war nun vorbei. 1984 wurde Mirco (Jürgen Müncheberg) zum neuen Bundesführer gewählt.

(aus: Der GRAUE REITER 106/107, S. 69)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.