home sitemap services impressum  
publikationen der bund die burg jugendbewegung & mehr

kontakt
Sommer, Stephan
e-mail: schriftleitung@gmx.de
suche

 
  Steppenlager  
Home » der Graue Reiter » Die Zeit bis 1956 » Steppenlager

Steppenlager

"Jurten und Kohten haben sich zu einer großen Zeltburg vereinigt. Größer und größer wurde das Lager der freien Steppenvölker. Der Regen machte uns nichts aus; wir sind ihn ja gewohnt. Allzuschnell kam die Nacht, die uns in eine andere, in eine ganz geheimnisvolle Welt führte. Zwei Feuertürme und ein Riesenlagerfeuer beleuchteten einen großverschiedenen Völker standen. Hinter dem Thron vom Dschingis-Chan ragte die THUG mit den Büffelhörnern und den drei Pferdeschwänzen in die dunkle Nacht, grell beleuchtet durch die Feuerstöße. Der große Chan saß auf seinem Thron und neben ihm stand Dschebe-Noion und Tatungo. Neben ihm standen auch seine Söhne und seine Heerführer. "Willkommen" wurden die Gäste geheißen und mit lautem "Jabonah" begrüßt. Der Kanzler hat die erschienenen Völker vorgestellt. Dann tanzte eine Mongolenhorte aus der Wüste Gabi einen Tanz, der anschließend von allen erschienenen Völkerschaften nachgetanzt wurde.

Dann begannen die Feste in den Jurten. Bei Liedern und Tee wurden neue und ehrliche Freundschaften geschlossen. Bald darauf aber schlief das ganze Lager. Am anderen Morgen wurden die Pfeilboten an allen Punkten des großen Lagers eingesetzt. Sie riefen auf die Kampfplätze der Speerwerfer und der Bogenschützen. Nach dem Feldgottesdienst begannen die Wettkämpfe. Dschingis-Chan schoss den ersten Pfeil ab - und dann ging es los. Kampfrichter waren die Pfeilboten von Dschebe-Noion. Anschließend sollte ein Lauf der Pfeilboten stattfinden. Leider musste er ausfallen, weil durch den Dauerregen die Wege und die Landschaft einem Morast glichen. Jetzt haben sich die Völker untereinander eingeladen. Sie haben sich auf den Abend vorbereitet. Winterliche Kälte herrschte, als das große Steppenfest seinen Anfang nahm. Die Pfeilboten hatten sehr viel zu tun bis alles reibungslos klappte. Man erkannte sie daran, dass sie auf der Brust einen Stoff-Haddak trugen, auf dem das Totem von Dschingis-Chan abgedruckt war. Dann aber kam der Höhepunkt: Das Steppenfest begann. Auf dem Türmen brannten die Feuer und in der Mitte des Platzes prasselte das große Lagerfeuer umgeben von den fackeltragenden Pfählen, die den Thron des großen Chans erhellten. Und dann kamen sie, die Kosaken, die Mongolen, Perser, die Albaner und Tscherkessen, die Mameluken, Tibetaner, die Goten, die Wikinger und Marco Polo mit seinem großen Gefolge. Alle kamen in voller Ausrüstung mit Pfeil und Bogen, mit Köcher, Speer, Handschutz und Pelzmütze traten sie auf den Plan. Das große, einmalige Spiel begann - Erzähler kamen in den Kreis, Lieder wurden gesungen und Gaukler zeigten ihre Künste. Viele Haddaks und viele selbstgefertigte Geschenke wurden getauscht und durch diese Zeremonie wurden viele neue Freundschaften geschlossen. Lange, sehr lange dauerte es, bis das große Fest zu Ende war.

Büffelhörner wurden am anderen Morgen zum Aufstehen geblasen. Strahlend begann das große Spiel um Dschingis-Chan. Es gab heiße Kämpfe und manche Schramme sowie zerrissene Hemden. Das Lager ging zu Ende. Wir konnten es nicht fassen, dass jetzt auf einmal ALLES vorbei sein sollte. Aber leider war dem so. Weiterleben aber in der Erinnerung wird das große Steppenlager."

(aus: Der GRAUE REITER 106/107, S. 11 f.)


 
Die Bundesordnung
Der Sturmtrupp
BBB - Stamm Braune Bären Ber...
Die Zeit bis 1956
Bärenthallager
Steppenlager
Liebe Gefährten!
Überbündisches Treffen I
Die Kosakenhorde
Fotostrecke Jamboree 1951
Die Zeit 1956-1968
Die Zeit 1969-1975
Neubeginn (1976-1986)
Die Zeit seit 1986
Führer des Bundes
Die Stämme
Copyright 2004 schriftleitung.org
 


30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.