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  Bärenthallager  
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Bärenthallager

Es war das Pfingstlager der Landesmark Südwürttemberg-Hohenzoller. Eigentlich würde es sich erübrigen, hier über ein einzelnes Lager des BDP zu berichten. Es wäre unnötig, wenn dieses Lager nicht einiges gebracht hätte, was vielleicht doch wert ist, davon zu berichten. Lagertore, Zäune, Türme und die ganze Skala der Lagertechnik, dazu Sängerwettstreit, Pfadfinderlauf, Geländespiel, Kochwettbewerb - wir hatten dies alles in den letzten sechs Jahren oft gemacht, sicher keineswegs besser und vielleicht auch nicht schlechter, als dies üblich ist. Nun haben wir es grundsätzlich einmal anders gemacht.

Der Lagerplatz auf der Schwäbischen Alb war an einem Flüsschen gewählt, das in vielen Windungen der Donau zueilt. Das Dörfchen Bärenthal - fern der Hauptverkehrsstraße - war unser Stützpunkt. Bürgermeister, die bei Nacht von weither Brot für ein Lager holen, Grundstücksbesitzer, die es für eine Ehre halten, ihren Grund und Boden zu Verfügung stellen zu dürfen, Bürger, die fremden Jungen zu Familienfesten einladen, dürften im allgemeinen dünn gesät sein! Solche jedoch gibt es in Bärenthal. Dort ist vieles noch wie in alten Tagen und es ist gut so. Lagerplätze wie bei Bärenthal gibt es nur einmal - eben jenen überwachsenen alten Tuffsteinbruch, dessen Gestein man mit dem Beil behauen kann und in dessen Scharten, Felsen, Höhlen, Terrassen und Geröllhalden man vergisst, in einem zivilisierten, kulivierten und durchforsteten Lande beheimatet zu sein. Es war für uns dort eine fremde Welt, und unsere Kohten waren unsere "Heimat in der Wildnis" . . .

Jeder Junge sollte einmal das machen dürfen, was ihm selbst am meisten Freude macht, was er am liebsten tun wollte. Darum waren neun Werkgilden bei uns aufgestellt, geführt von Leuten, die Spezialkenntnisse hatten (ohne einseitige Spezialisten zu sein): Pioniere - Redakteure und Drucker - Zeichner und Holzschneider - Forscher und Erkunder Sänger Töpfer Instrumentenspieler Photographen - Bastler.

Jeder Junge konnte sich einer der Werkgilden anschließen. Die meisten hatten sich schon zu Hause entschlossen, wo sie mitmachen wollten, so dass innerhalb von zehn Minuten alle Werkgilden zusammen waren. Zwei Jungen hatte jede Gruppe als Köche bestimmt, denn die Jungen lebten, wenn die Werkgilden nicht in Tätigkeit waren, innerhalb ihrer Sippen- und Stammesgemeinschaft.

(aus: der GRAUE REITER 106/107, S. 10)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.