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Grauer Elch

Der Graue Elch ist am 30. 11. 1910 in Villingen geboren. Er besuchte dort das Gymnasium und trat später in eine kaufmännische Lehre ein. Sein zeichnerisches Talent bewährte sich der Werbefachschule in Hamburg (1931), 1932 war er beim Arbeitsdienst in der Lüneburger Heide. Von 1933 bis 1934 studierte er an der Kunstakademie in Barcelona, Spanien. 1934 trat er als Werbeleiter in die Firma Max Klett, Böblingen, ein. In dieser Zeit heiratete er. 1939 wurde er Soldat bei der 5. Panzerdivison und nahm an den Feldzügen in Polen, Frankreich, Russland und Griechenland teil. Später war bei der Abwehr in Berlin. Nach dem Krieg war er Geschäftsführer bei der Firma Klett.

Sein Werdegang in der Deutschen Jugendbewegung: Er trat 1922 dem Quickborn in Villingen bei (bis 1924). Ab 1924 war er Mitglied im "Deutschen Pfadfinderbund". Drei Jahre war er Horstführer in Villingen. Er blieb bis zum bitteren Ende in seinem Bund (1934), als die Deutsche Jugendbewegung von den Nazis zerschlagen wurde. Auch danach blieb er Pfadfinder und hatte immer Verbindung mit seinen alten Freunden. 1948 trat er dem neugegründeten "Bund Deutscher Pfadfinder" bei. Er baute den Horst Böblingen auf, dessen langjähriger Führer er war. 1949 lernte er im BDP Schnauz kennen, später auch Gari, deren Freund er wurde. Wesensgemäß und in seiner Tradition wurzelte der Graue Elch im deutschen bündischen Pfadfindertum. Die Entwicklung des BDP zu einer Organisation, die sich nicht zur Deutschen Jugendbewegung bekannte und Bestandteil der Weltscoutorganisation wurde, konnte er nicht mitmachen. Er schloss sich der damaligen geistigen Gemeinschaft GRAUER REITER im BDP an wurde deren Sprecher.

Von einer umfassenden Bildung, künstlerischen Intuitionen und wortgewandt, vertrat er die Belange des GRAUEN REITERS, von dessen Gehalt er tiefstens überzeugt war. Mit Gari, Schnauz, Kaa und vielen anderen verließ er den BDP, als es Zeit war. Er gehörte dem Führerkreis des GRAUEN REITES an und arbeitete am Aufbau der Pfadfinderschaft GRAUER REITER. Er fasste die Zeitschriften "Adlerhorst" und "Thulebrief" zu dem Bundesblatt "DER GRAUE REITER" zusammen und hatte als deren Schriftleiter eine glückliche Hand. Er prägte einen eigenen Stil, illustrierte viele Hefte, schrieb unermüdlich und druckte anfänglich die Hefte selbst im Rotaprintverfahren. Durch seine Initiative wurde das Blatt ein Qualitätsbegriff in der Jugendbewegung. Nie waren ihm die Hefte gut genug. Wir, die wir ihn kannten, erinnern uns seiner Mahnung: " Linie halten!" "Wir rutschen ab, wenn wir nicht besser werden." Wesensgemäß ungeduldig, war er im Hinblick auf seine Schriftleitertätigkeit von unendlicher Geduld, seine Autoren hielt er unentwegt in Atem. Er bohre, mahnte, beschwor so lange, bis er hatte, was er wollte. Der GRAUE REITER (Grauer Elch) hatte eines, etwas ganz wichtiges: Humor! "Tierischer Ernst" war ihm fremd. Wie wir alle, hatte er auch seine Schwächen. Er spielte gern den unentwegten Haudegen. Dabei war er innerlich oft das Gegenteil. Seine Hilfsbereitschaft war ohne Grenzen. Er verschwendete sich oft geradezu, konnte aber auch im Kleinen nörgeln. Sein heftiges Temperament hat ihm manchen Streich gespielt. Im Krieg hat er sich ein schweres Magenleiden zugezogen und musste operiert werden. Seit seinem Wegzug aus Böblingen verschlechterte sich sein Leiden, er wurde im Bund inaktiv. Ende 1967 starb Karl Hils, der Graue Elch.

(aus: Der GRAUE REITER 106/107, Seite 98 f.)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.