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  Chronika III  
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Chronika III

1976: Vom 15. 4. bis 19. 4. 1976 fand auf dem Hohen Krähen das Bundeslager statt. Bei herrlichem Wetter wurde die Bundesjurte aufgestellt, malerisch darum standen die vielen Kohten. GRAUE REITER aus Berlin, Kiel, Düsseldorf und Frankfurt hatten die weite Reise nicht gescheut, um wieder einmal bei einem Bundeslager dabei zu sein. Auch der süddeutsche Raum war mit Gruppen aus Tübingen, Singen, Konstanz und Schlatt zahlreich vertreten. Das Lager stand im Zeichen des Kennenlernens, Singen und Spielens, da man den Wichtel-und Wölflingsgruppen Gelegenheit geben wollte, sich und den Krähen kennen zu lernen. Aber auch die Werkgilden kamen nicht zu kurz, auf der Burgwiese wurde fleißig Kupfer getrieben, im Florian-Geyer-Raum entstanden Lederbeutel und Gürtel. Ein großes Feuer erleuchtete am Ostersonntagabend die Burgruine, bei Tschai und Gesang klang das Lager fröhlich aus. Weitere Termine sind: vom 27. bis 30. Mai ein Baulager auf der Burg, vom 5. bis 7. Juni ein Kohtenlager auf der Schwäbischen Alb und im Hunsrück. Ende Juni ein Werklager mit Sonnwendfeier. Am 26. auf 27. Juni eine Wanderung im Hohen Venn. Ab Anfang Juli befinden sich Gruppen und Stämme auf Großfahrt. Hauptziel ist der Inarisee in Finnland. Über Weihnachten und Silvester findet ein Werklager auf dem Krähen statt, weiter eine Silvesterfahrt der Kosakenhorte aus Gingen.

1977: Für die Pimpfe aus Düsseldorf und Frankfurt findet im Februar eine Jugendherbergsfahrt im Sauerland statt. An Fasching findet das traditionelle Baulager auf der Burg statt, am gleichen Ort an Ostern ein Lager nur für Ältere. Nach dem überbündischen Treffen auf dem Allenspacher Hof finden sich einige Altere vorn 17. bis 19. Juni auf dem Krähen ein, um den Außenputz am neuen Burghaus anzubringen und Ausbesserungsarbeiten im Inneren der Häuser durchzuführen. Gleichzeitig findet eine Sonnwendfeier unter der Leitung des Burgvogtes Geyer auf dem Hohen Krähen statt. Mit Beginn der Sommerferien gehen die Sippen wieder auf Großfahrt; als Vorbereitung auf eine große Kanadafahrt 1978 soll noch einmal Lappland erwandert werden. Sippe Waschbär und Luchs planen für Juli zusammen mit den Solmser Pfadfindern ein Werklager - "Linolschnitt und Druck". Vom 11. bis 13. November findet ein Austausch aller Finnlanderfahrungen statt mit Vorführungen von Filmen und Dias. Die Herbstwochen wurden von den Gruppen meist dazu genützt, ihre Gruppenräume wärmer und wohnlicher zu gestalten. Die dazu notwendigen Mittel wurden durch Mitwirkung an Flohmärkten und offenen Nachmittagen finanziert. Einige Gruppen pilgerten auf die Burg und besuchten andere Bünde. So verbrachten 8 GRAUE REITER herrliche Tage auf Burg Hohenfels.

1978: Das Baulager fand Anfang Februar statt, daß Bundeslager vom 24. März bis 28. März stand unter dem Thema "Spielleute sind wir". Im Herbst kam es zu einigen Fahrten. So war die Sippe Luchs aus Düsseldorf eine Woche Gast bei der Sippe Rulaman in Gingen. Die Luchse durchstreiften die Gegend,
badeten im gruppeneigenen See vor der Hütte und erwanderten Teile der Schwäbischen Alb. Auch die Sippen Scalare und Albatros aus Tübingen und Reutlingen waren unterwegs - ihr Ziel war der Krähen. Sie trafen dort auf eine Mädchengruppe aus Marschacht und gemeinsam wurde gewandert, gespielt und gesungen. Das Jahr klang aus mit einer sehr schönen Wintersonnwend. Die Sippen wanderten mit Fackeln sternförmig auf den Feuerplatz zu, es wurden Sprüche rezitiert, Lieder gesungen und vorgelesen.

1979: Im Februar und März trafen sich die Sippen aus dem süddeutschen Raum zu zwei musischen Wochenenden mit befreundeten Gruppen auf der Burg. Während der Osterferien wurde auf dem Krähen gekohtet; zusammen mit dem Mädchenkreis Monokel und einer Mannschaft der Jungenschaft Tyrker aus Marschacht. Gleichzeitig fand in Butzbach ein Osterlager mit GRAUEN-REITER-Gruppen aus Düsseldorf, Remscheid, Essen, Butzbach und Gingen statt. Gäste waren Angehörige des Hortenringes Ernsthofen mit einer Balalaikagruppe. Pfingsten stand unter dem Zeichen "Achterndiek". Acht Sippen nahmen an dem Lager der Jungenschaft Tyrker teil. Zu Beginn der Großfahrtenzeit treffen sich Sippenführer zum Mittsommerfest auf Burg Waldeck. Großfahrten führen nach Mittelschweden und Finnland. Im September findet ein Burgrat im Hegau statt, dabei wird ein Führerlager in Butzbach geplant, um über die Aufgaben des GRAUEN REITES in Gegenwart und Zukunft zu beraten. Anfang Oktober verbrachten die Sippen Luchs, Siebenschläfer und Assindia ein musisches Wochenende auf Burg Ludwigstein, wo ein Theaterstück erarbeitet und aufgeführt wurde. Vorn 23. bis 25. Oktober fand ein Fahrtenabschlusstreffen auf dem Krähen statt. Ein Teil der Gruppen nutzte die anschließende Ferienzeit, um noch einige Tage auf dem Krähen zu verbringen. Die Sippentreffen und Heimabende im Herbst und Winter waren ausgefüllt mit den
Vorbereitungen für die bevorstehenden weihnachtlichen Bazare, deren Erlös wie immer dem Kauf von Kohten und für Sommerfahrten verwandt werden wird. Verschiedene Gruppen feierten eine Waldweihnacht, ein Sonnwendfeuer wurde auf dem Hohen Krähen entzündet. Elf GRAUE REITER erstiegen im alten Jahr kurz vor Mitternacht den schneebedeckten Krähen, um von der Kegelbahn aus mit dem Blick auf den Hohenthwiel, Singen und den Bodensee das neue Jahr zu begrüßen.

1980: Der Schwerpunkt der Sippen- und Stammesarbeit lag in der Vorbereitung des Bundeslagers auf dem Krähen, das unter dem Thema "Bauernkriege und Eroberung des Hohenkrähens" stand. Das eisige Wetter und der Schnee auf Kohten und Jurten hielt die Bauern, Landsknechte und Ritter vom Krähen, sowie die Odenwälder Haufen (Hortenring Ernsthofen) jedoch nicht vom emsigen Treiben im Lager ab. In verschiedenen Gilden wurde die Handwerkskunst des zu Ende gehenden Mittelalters angeboten. Es wurden zum Beispiel auf einer Feldschmiede Pfeilspitzen, Lanzen und Messer geschmiedet, Körbe geflochten, Bänder gewoben, Kerzen gegossen, Glas bemalt, Kupfer getrieben und das Spinnen erlernt. In einer weiteren Gilde wurden Armbrüste hergestellt. Am Ostersonntag wurde zu einem Turnier eingeladen und dann von den Rittern die Mauern, das Burgtor und die Häuser befestigt, nachdem ein Späher das Herannahen eines "wüsten Bauernhaufens" gemeldet hatte. Die ausgehungerten Ritter schlugen sich zwar tapfer, mussten sich nach langen Kämpfen aber doch dem unermüdlich kämpfenden Bauernheer ergeben. Gemeinsam hisste man dann die Fahne des Bundschuhes auf dem höchsten Punkt des Hohen Krähen. Nach Ostern galt es, sich nun auf die Fahrtenzeit vorzubereiten. Diese führten in die Schweiz, nach Griechenland, in die Vogesen, nach Irland und England. Auch vom Krähen aus wurden Fahrten und Wanderungen unternommen.

1981: Seit Jahresbeginn besteht der Hauptschwerpunkt der Gruppenarbeit in der Vorbereitung für das Überbündische Treffen auf der Schmittburg. Viel Zeit wurde auf die Herstellung mittelalterlicher Kleidung verwendet. Um sich in die Kultur des Mittelalters einleben zu können, wurde auf dem Krähen ein musisches Wochenende abgehalten. Zudem wurden Blechbläser- und Blockflötenensembles gebildet. Spielmusik, Posaunenchoräle, Madrigale klangen auf der Burg. Außerdem beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Geschichte des Mittelalters, dem Leben in der mittelalterlichen Stadt und dem Herstellen von Geschirr und Besteck aus Holz und Ton. Trotz aller Vorbereitung blieb noch Zeit für die Osterlager der Gruppen. Ein Bundeslager fand in diesem Jahr nicht statt. Im Sommer waren Gruppen des GRAUEN REITERS
in Frankreich, Finnland und Griechenland.

1982: Keine Informationen vorhanden.

1983: An Ostern fand das Bundeslager unter dem Thema "Zigeuner" statt. Es wurden Zigeunerlieder gelernt, Tänze eingeübt, gewerkt, Hühner geschlachtet, gerupft und verspeist und viel gewandert . . . Im März veranstaltete die Butzbacher Gruppe einen großen "Nerotherabend", an dem sich GRAUE REITER und
Nerother bei gemeinsam gestaltetem Programm darstellten und kennen lernten. In den Gruppen herrschen vielfältige Aktivitäten: Lager zusammen mit anderen Bünden (Steppenwölfe, Waldjugend), Werken, Sing- und Musizierkreise und viel mehr. In Singen bildeten sich drei neue Sippen. Im Sommer waren wieder einige Gruppen bzw. Stämme auf Fahrt im europäischen Ausland.

 
Die Bundesordnung
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BIG - Bünde in Gemeinschaf...
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Chronika III
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.