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  Biografie Schnauz  
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Kurzbiografie des Vollblutpfadfinders Schnauz während seiner "Berliner Jahre"!

Erich Mönch (Schnauz), geb. in Rötenbach/Calw am 10. 7. 1905, gestorben in Unterjesingen bei Tübingen am 26. 5. 1977, Hauptfeldmeister des Bundes "Der Sturmtrupp-Pfadfinder eine Deutsche Waldritterschaft" und Stammführer des Braune-Bären-Stammes Berlin kurz gesagt BBB. Er hatte hier in Berlin 16 Jahre im Brennpunkt der deutschen Politik gelebt. Neben seiner Beschäftigung als freier Graphiker für Verlage und der Industrie hat er sich als Pfadfinderführer hier für die Anwerbung von Mitgliedern für einen Berliner Pfadfinderstamm seines Bundes bemüht und ihn am 26. 10. 1930 in Berlin-Grunewald gegründet. Er wohnte damals bei Frau Mahlke in Berlin-Kreuzberg, am Planufer Nr. 110, fünfter Stock, gegenüber der Heilig-Kreuz-Kirche wo auch die Heimabende stattfanden!

Ende 1931 wurde er Redakeur der Fachzeitschrift "Metallarbeiterjugend" innerhalb der Gewerkschaft IG-Metall in Berlin, die 1933 in die DA überführt wurde, diese Tätigkeit übte er dort bis August 1939 aus. Zwischenzeitlich kamen große Schwierigkeiten auf ihn zu und mir ist hierzu folgendes in Erinnerung: Man warf ihm vor, er würde nicht im Sinne der Zeitung "Völkischer Beobachter" schreiben! Im Herbst 1938 wurde er in ein "sogenanntes" Umschulungslager für zwei Monate nach Wünsdorf gebracht. Als wir das in der "Technischen Bereitschaft" erfuhren, machte sich sofort eine Gruppe von uns Jungs auf, fuhren über Zossen nach Wünsdorf um dort in der zuständigen Dienststelle vorstellig zu werden und energisch Einspruch gegen seine "Umschulungslager-Kassierung" zu erheben. Wir verlangten ihn sprechen zu dürfen was uns aber nicht gestattet wurde. Unser "Einspruch" jedoch erzielte seine Wirkung. Schnauz wurde entlassen und kehrte auf seinen Stuhl als Redakteur zurück.

Aber die weitere Entwicklung am Arbeitsplatz erbrachte, daß man ihm langsam aber stetig das Druckpapier für seine Zeitung entzog; das Blatt wurde immer dünner und unausweichlich mußte er das Erscheinen der Zeitschrift einstellen. Er selbst wurde in die technische Abteilung der DA versetzt.

1939 im September wurde er als Flaksoldat rekrutiert und an den Westwall nach Holland befohlen. Später folgte die Abkommandierung als Kartenzeichner zum Oberkommando der Luftwaffe nach Berlin. Zuvor hatte er ebenda auch seine zukünftige Ehefrau Beate, geborene Kalinich, am 10. 5. 1939 geheiratet. Das Paar wohnte in der Wilmersdorfer Straße am Mommseneck, Berlin-Charlottenburg, im vierten Stock. Dieses Haus wurde im Krieg teilweise durch Bomben beschädigt, so daß er mit seiner Beate das "Berliner Feld" räumte und seinen Wohnsitz Ende Dezember 1944 nach Unterjesingen verlegte.

Das letzte Mal sah ich Schnauz und seine Frau in meinem Fronturlaub über Weihnachten 1944 in Berlin. Er war ein ungemein fähiger Jugendführer, Pädagoge, stets ein äußerst geschickter Taktiker und Stratege sowie Organisator. Schließlich hatten wir ihm die Chance zu verdanken, daß wir nach der Auflösung des Sturmtruppstammes BBB im Frühjahr unsere Pfadfindergewohnheiten als Stabszug "Technische Bereitschaft" im HJ-Stamm "Hauptmann von Erkert" unter dem Stammführer Pruschka (Paruzinski) bis zum Frühjahr 1939 trotz aller Schwierigkeiten weiterführen konnten!

Ein von der oberen HJ-Führung im Anfang Januar 1939 eingesetzter Sicherheitsdienst löste die letzten Jugend-Widerstandsgruppen sowie auch die religiösen Jugendverbände auf. Der HJ-Stammführer Pruschka, vormalig Pfadfinder, wurde Januar/Februar 1939 verhaftet und der HJ-Stamm "Hauptmann von Erkert" aufgelöst!

Bär kam zu mir und sagte: "Geh um Gottes willen nicht in die dortige Stammdienststelle, Zossener Straße dort ist der Teufel los (SD)!" Diese hier aufgezeichnete BBB-Chronik und die anschließende Zeit in der "Technischen Bereitschaft" unseres Pfadfinderüberlebens ist bis Januar/Februar 1939 Teil seines Wirkens, Teil seines Berliner Lebenslaufes.

Zum Abschluß meiner Kurzbiographie sei hier noch eine für mich unvergessliche Wahrnehmung erwähnt: Auf unseren Wanderungen und Großfahrten zückte Schnauz oftmals Zeichen- und Malblock dieser war für ein lohnendes Motiv stets dabei!





Hier sei zuerst der Brief von Schnauz an Anneliese Heuss vom 4. 11. 1930 aufgeführt es ist hier die wichtige Anwerbung durch Schnauz von Mitgliedern für den Braune-Bären-Stamm Berlin kurz BBB genannt.

Der Brief siehe folgende Abschrift!


Berlin, 4. 11. 30
Grüß Gott Anneliese!

Dein Brief freute mich sehr, insbesondere, daß Du eine schöne Stelle bekommen hast im Schwarzwald. Leid tut es mir natürlich, auch, weil Du Deine Sippe, von der ich sehr vorteilhaftes hier und da hörte, Dich nun entbehren muß. Hoffentlich kommt sie durch, denn die Art, wie Ihr es machten wollt, finde ich gut. Ob es allerdings als Dauerzustand gut ist, zeigt am besten die Entwicklung. Willst Du längere Zeit in Königsfeld bleiben?
Ich beneide Dich, daß Du im Schwarzwald, meiner Heimat, leben darfst. Kannst Du Dir eigentlich dieses Berlin vorstellen? Anfangs hatte ich so sehr Heimwehstimmung, daß ich es kaum noch ertragen konnte. Ich bin doch sonst nicht so wehmütig gestimmt! Aber das war eine üble Zeit für mich. Dann diese fade Umgebung. Die Seen sind das einzig Nette. Aber diese Seen sind mir furchtbar fremd. Wohl liebe ich die nordischen Seen, aber die märkischen Seen sind für mich absolut uninteressant. Da kam ich auf die Idee, hier einen Stamm zu gründen. Ein absurder Einfall, wenn man in einer solchen Riesenstadt keine Seele kennt. Ich suchte eine W. L. (Wehrloge) heim. Stellte mir die Aufgabe, den besten Kerl aus ihr zu keilen, für meine Sache. Als ich hin kam, tanzte die ganze Gesellschaft. Ein Junge stand dabei und tanzte nicht. Ich erzählte ihm etwas von der Jungenschaft des Sturmtrupp und von Lappland. Diesen Jungen brauchte ich für den Sturmtrupp und bekam ihn. Er ist ein rechter Sturmtruppjungenschaftler geworden. Einige Wölflinge warb ich auch. Es war die schwerste Werbung, die ich je machte für unsere Sache, denn ich bin kein Berliner und Berliner Jungen für so etwas zu begeistern ist nicht leicht, wenn man nicht weiß, wie sie gewinnen. Das Lagerfeuer steht im Brennpunkt unseres kleinen Stammes. Ich sah, welche Macht ein Feuer hat auf diese Jungen. Sie sahen vorher noch nie ein offenes Holzfeuer. Es galt diesen überfeinerten Buben etwas zu nehmen von ihrer Degeneration. Das ist leicht, wenn man weiß, daß man nur Jungenführer sein kann, wenn man selber Kamerad und die kindliche Art zu leben, versteht. Wobei ich scharf die Grenzen zwischen kindlich und kindisch ziehen möchte. An unserem letzten Lagerfeuer hielten wir ein Thing und gründeten den braunen Bärenstamm Berlin. Die Jungen tragen die Sturmtruppuniform und die rote Lilie, da wir ja noch keine Pfadfinderloge sind.
Ich glaube auch, daß wir zahlenmäßig im Frühjahr wachsen werden. Seit ich weiß und sehe, daß hier Jungen unsere Uniform tragen, ist mir Berlin nicht mehr so ganz fremd.
Unsere Stammesfarbe (Halstuch und Schnur) ist grau. Und unser Totemtier der Kopf eines Bären . . .

Aus Platzgründen kann ich hier nur die wichtigsten Begebenheiten des BBB und unseres Bundes in Kurzauszügen und Hinweisen so gut wie es geht aus eigener Erinnerung und aus unseren "Jugendland"-Bundesheften wiedergeben, es würde sonst den Rahmen dieser Chronik sprengen. Ich kann nur fußnotenmäßig auf das Erscheinen der dortigen Aufsätze hinweisen und bitte, meine knappen Find-Angaben zu entschuldigen!

Hier etwas zur damaligen politischen Situation Deutschlands!

Unsere "Sturmtrupp-Jugendland"-Hefte sagen wenig über die damalige politische Situation zwischen 1929 bis 1933 im Deutschen Reich aus! Es war schwierig, unsere pfadfinderischen Tugenden zu bewahren, da war um uns herum nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen! Schon die eine Brandzerstörung unserer Bäreninsel-Hütte hatte mit Politik zu tun.

In der Nähe unseres Lagers befand sich ein Lager kommunistischer Jugend, die stuften uns wegen unserer khakifarbenen Hemden als Nazis ein, und zudem nannten wir uns auch noch Sturmtrupp-Pfadfinder!
Wir verdächtigten sie, wenigstens einmal unsere Hütte angezündet zu haben! Man konnte damals leicht und schnell als vollkommen unbeteiligter, unverdächtiger liberaler Pfadfinder zwischen die politischen Mühlsteine geraten!

Die damalige Ohnmacht Deutschlands, die Last des Versailler Vertrages, 6,5 Millionen Arbeitslose zwischen 1929 bis 1933. Ständige Demonstrationen der Kommunisten, der Deutschnationalen, der Nationalsozialisten usw., Krawalle, zerstörte Einrichtungen. Man prügelte sich gegenseitig krankenhausreif, immer nach dem Motto: "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein!"
Aber - - - es bestand stillschweigende Einmütigkeit zwischen den Kommunisten und den Nazis, die Weimarer Demokratie zu Fall zu bringen!

unachfolgnd Auszug aus Jugendland, Heft 9, S. 23 u. Heft 10, S. 4 u. 5 mit Ergänzungen von mir!):

  • Im Jahre 1929 weurde durch Helmuth Hövetborn (Doktor) und Erich Mönch (Schnauz) "Der Sturmtrupp die Reichspfadfinderschaft im Deutschen Guttemplerorden (I.O.G.T.)" ins Leben gerufen.
  • Im August 1929 geht Schnauz nach Berlin, er war zuvor Hauptfeldmeister im Stamm "Jukassjärvi" zu Stuttgart, der Stammesname rührt von einer Großfahrt im August 1928 her, die Schnauz mit einigen Kameraden in das schwedische und norwegische Lappland unternommen hatte. Immer und immer wieder erzählte er uns in den Heimabenden und am Lagerfeuer von der Begegnung mit den Lappen, ihren Rentierherden, ihren Kohten und von der Landschaft, ihrer Lebensweise, die ihn sehr beeindruckt hat (weiteres darüber im "Jugendland"-Heft Nr. 3).
  • Am Sonntag, dem 26. 10. 1930, wurde an unserem fünften Lagerfeuer am Teufelssee im Grunewald der Jungenstamm "Braune Bären Berlin" kurz gesagt BBB gegründet. Die Wanderung ging vom S-Bahnhof Grunewald erstmal am Teufelssee vorbei, hin zum Selbstmörderfriedhof, nach Schildhorn an der Havel, von dort zum Pechsee zurück ins Teufelsee-Fenn. Bei sehr feuchtem Wetter wurde dort abends das Lagerfeuer entzündet. Die Teilnehmer waren Sioux, Drach, Bjonson, Fuchs, Pfeil und einige andere! Als Stammeszeichen bzw. Totem wurde ein Bärenkopf (weißer Bär) erwählt, der zusätzlich zur Lilie in die Stammesfahne einbezogen wurde und zudem ein extra Wimpel hergestellt. Ferner wurde zu unserer grauen Kordelschnur mit Pfeife ein dünner Lederriemen mit Knoten getragen, eingedenk dessen, daß ein solcher dem Schnauz in Lappland bei einer Kajak-Wildwasserfahrt Wassereinbruch ins Kajak das Leben gerettet hatte!

nachfolgend Auszug aus Jugendland, Heft 10, Seiten 16 und 17:

  • Im Stammesleben des BBB wurde nach Lagerfeuern gezählt ein drittes Lagerfeuer (unser Chronist, der gefallene Kamerad Bjonson Kenit, hatte sie tatsächlich immer gezählt, sonst ist mir da keiner bekannt, der das tat!) war am Wannsee, ein anderes am Heiligensee an der Havel, von dort wanderten wir die Havel aufwärts, Richtung Oranienburg, dort an der Havel in der Höhe des Dorfes Stolpe kamen wir zur Havelinsel, die dann unsere Bäreninsel wurde.



Lageplan zum Gründungslagerfeuer des Stammes "Braune Bären Berlin" - kurz auch BBB genannt - im Grunewald am Teufelssee bzw. Fenn!

Eine Insel, wie geschaffen für uns, für Lagerfeuer, Zelt und Hütte!

Unsere Insel war durch eine Begradigung der Havel zur besseren Schiffbarkeit entstanden und mit dem alten Fluß nunmehr eine Insel. Die Bauern von Hohenneuendorf hatten diese mit einem Knüppeldamm verbunden, zu ihrer bäuerlichen Nutzbarkeit als Rinderweide. Eben über diesen betrat Schnauz mit seinen Kameraden die Insel. An der Südseite der Insel gab es ein weites, dichtes Schilfgebiet und ein großes, dichtes Weidengebiet mit leichter Erhöhung, und hier wurde beschlossen, unsere Hütte aus Weidengeflecht in der Größe von 2,5x5 Meter zu bauen und mit einem Schilfdach zu versehen; gesagt und getan! Nach einigen Lagerfeuern stand die Hütte, sehr gut getarnt, im Weidengebüsch. Es gab dort ein gutes Einvernehmen mit den Bauern! Als Zeltlagerplatz war eine vor unserer Hütte liegende Anhöhe von ca. zehn Metern Höhe prima geeignet, die nur spärlich mit Gras bewachsen war und es war nicht zu befürchten, daß wir mit unserem Lagerfeuer Brände auslösen würden. Auf der Havel zogen die Schleppkähne dahin, per Motorantrieb oder auch gestakt, manchmal auch mit Segeln es war schön anzusehen!

Ich erinnere mich, es war ein schöner, klarer, linder Abend im August, da sahen wir zum Fuße der Anhöhe, hin zum Weidengebüsch, da flogen in großer Zahl in der Dämmerung Glühwürmchen hin und her durch die Luft, so etwas hatten wir noch nie erlebt.

Der Treffpunkt zur Fahrt zur Bäreninsel war der Stettiner S-Bahnhof, von hier aus ging es entweder zum S-Bahnhof Frohnau oder zum S-Bahnhof Birkenwerder, der Fußweg von dort dauerte jeweils ca. zwei Stunden der landschaftlich schönere Weg ging durch den Villenort Frohnau, dann über Felder, südlich des Dorfes Stolpe, vorbei durch die mit Wacholder bestandene Südheide, durch einen Kiefernwald und Wiesengebiete. Der andere Weg führte durch Birkenwerder, Hohen-Neuendorf über eine Landstraße zur Insel. Je nach Witterungsverhältnissen wurde entweder in der Hütte übernachtet oder auf der Anhöhe ein Zelt aufgeschlagen.

Wir hatten aber noch eine andere Treffpunktmöglichkeit, und die war auf dem Grundstück der Eltern des "Adlerauges" in der Markgrafenstraße in Frohnau, die wir aber nur tagsüber nutzten!



BBB-Stammesgruppenfoto im Treff Frohnau in der Markgrafenstraße aus dem Jahre 1932! Hintere Reihe von links nach rechts: Bjonson, Drach, Adlerauge, Sioux und Schnauz. Vorderer Reihe von links nach rechts: Fuchs, dann von der Siedlersippe Birkenwerder Luchs und Specht.

Die Heimabend-Begegnungen in dem Mansardenzimmer von Schnauz

Unsere Heimabende fanden ein- bis zweimal im Monat in seinem atelierähnlichen Zimmer statt. Termine hierfür wurden am Lagerfeuer, in den Heimabenden oder auf Wanderungen vereinbart wer nicht anwesend war, wurde stets von den Kameraden über die weiteren Treffs informiert. Der Anweg zum Heimabend war sehr weit, denn man wohnte sehr weit auseinander, zum Beispiel am Prenzlauer Berg, in Moabit, in Wilmersdorf oder Berlin-Mitte. War das Fahrgeld nicht vorhanden, mußte man ein oder zwei Stunden zu Fuß (jeweils eine Tour) gehen, oder man fuhr mit dem Rad.

Die Heimabendgestaltung, die Gespräche und Gesang ergaben sich zwanglos. Die Runde ging herum, ein jeder erzählte von sich, was er bemerkenswertes erlebt hatte und da gab es einiges zu erzählen, denn wir lebten hier in einem politisch starken Spannungsfeld. Schnauz sprach über lesenswerte Bücher und nannte die Autoren, zum Beispiel Martin Luserke, Rudyard Kipling, Graf Felix Luckner, Walter Flex, Günther Plüschow, Sven Hedin und auch Jack London!

Büchervorlesungen wurden gehalten und Inhaltsdispute geführt, eigene Liedtexte gedichtet und die dazugehörige Melodie komponiert, neue Fahrtenlieder wurden erlernt, man war sehr vielseitig. Um Weihnachten herum wurden die Lose für die Jahresarbeit aus einer Feldmütze gezogen, denn jeder hatte im Laufe des Jahres eine eigene Arbeit zu erstellen, die dann wiederum nächstes Jahr demjenigen zu schenken war, dessen Namenslos er zuvor gezogen hatte. Wunderbare Arbeitsleistungen der Einzelnen waren das Resultat!

Da gab es organisatorisches zu klären, er gab uns Anweisungen, Aufträge und Aufgaben mit auf den Weg es war jedesmal eine äußerst anregende Zusammenkunft, auch die nächste Fahrt wurde besprochen.

nachfolgend ein Kurzauszug Ostern 1931  aus Jugendland, Heft 11, Seiten 3 bis 12:

  • Baden-Powells Antikriegshaltung seiner internationalen Boy-Scout-Bewegung, also seines Pfadfindertums, soll kein verkappter Militarismus sein. Sie ist eine Bewegung der Friedenspfadfinder und gegen den Krieg! Der militärische Drill erstrebt die Zerstörung der Individualität, während wir Pfadfinder den individuellen Charakter entwickeln wollen.



Lagerfeuer mit tusk als Gast am 25. 9. 1932 auf unserer Bäreninsel!

Hier noch einiges wichtiges dazu!

Der Anschluß verschiedener deutscher Pfadfinderverbände zum Welttreffen (Jamboree) in Wien 1931 unter der Leitung des Chief Of The World - Weltcountchef Baden-Powell - in den Welt-Countverband gelang nicht! Es gab Begegnungen mit deutschen und englischen Jugendverbänden aber nur auf Sparflamme. Der junge Engländer Rolf Gardiner konnte die Jugend der beiden Nationen zwischen den beiden Weltkriegen nicht zusammenbringen, trotz seiner großen Bemühungen! Eine deutsche Pfadfindergruppe, die zu einem Boy-Scout-Jamboree nach England wollte, wurde wieder auf das Festland zurückgeschickt. Aber es gab im August 1933 eine Begegnung einer Abordnung der Reichsschaft Deutscher Pfadfinder am 4. Welttreffen (Jamboree) der Scoutbewegung in Ungarn!

Ich erinnere mich an folgende Situation, Schnauz ging mit mir zum Hotel Nordischer Hof so August/September 1933 - um zu erfahren, ob bei einem Scouttreffen in London die deutsche Flagge hochgezogen wurde, was leider nicht erfolgte.

Das Hotel Nordischer Hof am Stettiner Bahnhof schien für Schnauz die Kontaktstelle zu unseren schwedischen Scoutfreunden gewesen zu sein!



Drei Tipis des BBB auf dem Hügel unserer Bäreninsel an der Havel. Ein verlorengegangenes Temperabild von N. Madow. Das Aussehen der Insel hat sich verändert und sie ist heute zu Fuß schwierig zu erreichen. Der Autobahnzubringer zum Berliner Ring durchschneidet die Stolper Heide, dort ist der Wacholder verschwunden!

Schnauz beim Zeichnen bzw. Malen, denn der
Malblock war immer dabei!
Mädchensippen-Besuch unserer Hütte auf der Bäreninsel a. d. H. am 13. 11. 1932, von links nach rechts: Irmgard und Erika Madow, Edith Herbst.

(aus: Der GRAUE REITER 109, Seite 6 ff.)

 
Die Bundesordnung
Der Sturmtrupp
BBB - Stamm Braune Bären Ber...
Prolog
Biografie Schnauz
Reichslager
Großfahrt Lappland
Vision Schnauz
Brand der BBB-Hütte
Nordischer Hof 1933
diverse Meldungen
Schwarzwaldgroßfahrt
in memoriam
Meldungen II/tusk
Die Brüder Drach
Meldungen III
Sturmtrupp Süd
Epilog
Die Zeit bis 1956
Die Zeit 1956-1968
Die Zeit 1969-1975
Neubeginn (1976-1986)
Die Zeit seit 1986
Führer des Bundes
Die Stämme
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.