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Neben unserem Grundstück "Jugendland" gab unser Bund auch eine Zeitschrift mit gleichem Namen "Jugendland" heraus! Es sind insgesamt 27 Hefte davon erschienen. Jeweils immer ein Stamm unseres Bundes bekam den Auftrag, dieses Heft mit Beiträgen ihres Stammeslebens zu füllen und zu gestalten. Da wurde von echtem Jungenleben erzählt, das war ganz prima. Im Laufe des Jahres wurden zwischen drei und vier Hefte herausgegeben. Kam die Reihe an unseren Stamm, wurde der Wölfling damit beauftragt, von der Schriftmatrize soviel Abzüge wie möglich davon "herunterzukurbeln"!

Lagerfeuergespräch mit Schnauz aus meiner Erinnerung

Kurzinformation: Er erzählte immer wieder von einem Traditionsreichstreffen der Pfadfinder auf dem Hohen Meißner bei Kassel, mir ging das Datum verloren, da stand urplötzlich das gesamte Zeltlager, gelegen in einer Mulde, in hellen Flammen! Er und Lotte konnten sich noch rechtzeitig unter Zurücklassung aller ihrer Habseligkeiten durch schnelle Flucht in Sicherheit bringen. Er vermutete Brandstiftung!

Eine Erfindung von Biber (Otto Mönch), Bruder vom Schnauz*:

Kurzauszug aus Jugendland, Heft 10, Seiten 21 und 22:

das "Regenmantel-System Biber"! Es war eine geschickt geknöpfte Militärzeltbahn, die nicht nur den Mann, sondern auch seinen Tournister auf dem Rücken mit abdeckte. Bei unseren Wanderungen im Regen hatte uns dieser Bibermantel immer prima geschützt.

* Unser Biber hatte unseren BBB regelmäßig hier in Berlin besucht, wir haben uns gut verstanden! Er ist während des Krieges in Jugoslawien schwer verwundet als Soldat in Partisanenhände gefallen und erschlagen worden. Wir gedenken seiner sehr herzlich wie viele gute Menschen sind in diesem Krieg umgekommen!

Kurzinformation aus Jugendland, Heft 21, Seite 26, November 1932:

Der 12jährige BBB-Wölfling Fisch (Herbert Wolff, Jahrgang 1920) stellt einen Pfadfinderkopf im Linolschnitt her (der Größe wegen Verzicht auf die Darstellung).

Den Namen hatte er weg, weil er ins Wasser fiel, aber gut schwamm wie der Fisch im Wasser. Er war ein Jude, der Vater war der Chefredakteur der "Berliner Nachtausgabe".

Unser Bundesstatut redet von Antirassismus und humaner Haltung, dieses stand für uns nicht nur auf dem Papier, sondern wurde auch praktiziert. So war der "jüdische" Wölfling Fisch uns ein absolut gleichberechtigter Kamerad. Wir hatten mit ihm eine sehr gute Zeit, aber die Zeitläufe richteten sich gegen ihn und das Volk der Juden.

Schnauz ordnete noch an, daß ab Herbst 1933 bis zum Ende unseres Bundes Ostern 1934 die Heimabende in Fischs Jungenzimmer in Berlin-Wilmersdorf abgehalten wurden, denn er und seine Eltern erlebten bereits Beschimpfungen übelster Art! Im Interesse ihrer persönlichen Sicherheit empfahl ihnen Schnauz, Deutschland so bald als möglich zu verlassen. Fisch und seine Mutter verließen daraufhin im Sommer 1934 Deutschland, aber der Vater wollte noch, so lange wie möglich, hier verbleiben wir haben unseren Gefährten Fisch sehr vermißt.

Nun aber zu unserem Stammeshund Prinz es gibt über ihn einen langen Bericht im "BBB-Jugendlandheft" 21, Seiten 6 bis 9! Der Besitzer von Prinz war Fisch, der ihn immer zu unseren Fahrten und Lagerfeuern mitnahm, da hatte dieser Schäferhund immer einen guten Auslauf. Im Zeltlager bewachte er uns vorzüglich und wenn wir abends am Feuer saßen und unsere Lieder sangen, dann stimmte er mit langgezogenen, wolfsähnlichen, hellen Tönen kräftig mit ein!

Am Sonntag, den 2. 4. 1933, ist der BBB-Stamm per S-Bahn auf den Weg zum Gartentreffpunkt in Berlin-Frohnau in der Markgrafenstraße (siehe Bild) zur gleichen Zeit findet in Frohnau ein anderes großes, wichtiges Pfadfindertreffen statt, Schnauz hat dort aber seine Informanten. Es versammelten sich dort die "Deutsche Freischar", die "Freischar junger Nation", der "Deutsche Pfadfinderbund" und der "Jungsturm"; der Bündnisvogt Otto Kamecke hält eine Rede, damit ist dann Schluß und die Führer lassen abrücken. Am Montag morgen den 3. 4. gibt es in einigen Zeitungen die Überraschungsmeldung wie folgend: Unter der Führung des Admirals von Trotha haben sich die oben Genannten zu einem "Großdeutschen Bund" zusammengeschlossen! Davon erfährt Schirach am Abend des 4. April und er wertet die Bildung des "Großdeutschen Bundes" als Kampfansage! Am 17. 6. 1933 ernennt Hitler Baldur von Schirach zum Jugendführer des Deutschen Reiches und schon zehn Minuten nach seiner Ernennung löst er den "Großdeutschen Bund" auf !



Ein wichtiges Gespräch in der Berliner S-Bahn! Schnauz spricht über das bereits stattgefundene große Frohnauer Pfadfindertreffen am 2. 4. 1933, wo er einen Informanten hatte. Von links nach rechts: Wölfling Fuchs, Schnauz, verdeckt Prophet, Bjonson, Drach und unser Trommler Sioux.

(aus: Der GRAUE REITER 109, S. 21 f.)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.