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Der Sturmtrupp

1926 wurde der Bund der Sturmtrupp- Pfadfinder, eine "Deutsche Waldritterschaft", gegründet. Sie kam zum großen Teil aus der alkohol-freien Bewegung des Int. Guttemplerordens und übernahm das Erbe der in der Dtsch. Ereischar aufgegangenen Neupfadfinder. Andere Gruppen kamen aus Wandervogel- oder Pfadfinderbünden, die nach Urpfadfindertum strebten. Der Sturmtrupp pflegte kaum Kontakt zu anderen Bünden - so blieb er relativ unbekannt. Grundlage des Urpfadfindertums waren die Bücher von John Hargrave (Der weiße Fuchs, Kunst Einsamkeit u. a.) sowie seine Woodcraft-Bewegung. Diese "Lehre
vom einfachen u. geistigen Leben" vertrat auch E. T. Seton. Auf dieser Basis arbeitete der Bund, der in seinen Reihen rauhe Fahrtengesellen im Sinne alter Pachanten und Landsknechte, aber auch feinsinnige, künstlerische und intellektuelle Menschen vereinigte. Durch den Anspruch großer Leistung und eiserner Disziplin erfolgte eine natürliche Auslese. Der Bund war interkonfessionell, politisch neutral; Unterstützung gab es durch den "Ring der Freunde des Sturmtrupp". Gruppen gab es im ganzen Reich mit Schwerpunkt in Süddeutschland. Der Stamm der "Füchse" in Tübingen und die "Grauen Reiter" in der Neumark seien besonders genannt, da sie für die Nachkriegsarbeit von Erich Mönch als Vorbild herangezogen wurden. Geistiger Inspirator und Bundesführer war der Graphiker Dr. Helmut Hövetborn; dieser geistig hochstehende Mensch gab demBund von Anfang an musische Impulse. Es gab keine geschriebene Bundesordnung, die Angehörigen mußten aber die Kernsätze kennen. Form des Zusammnenlebens war eine Art Urdemokratie, im Bundesthing waren alle Stammesführer stimmberechtigt; die Stämme hielten eigene Things ab. Durch ihr Vorbild forderten die Führer unbedingte Gefolgschaft. Der Sturmtrupp führte große Auslandsfahrten durch. 1927 erwarb der Bund bei Döffingen (Kreis Böblingen) eine große Heidefläche auf einem Berg. Hier, auf dem "Jugendland", entstand das Bundesheim im Blockhausstil. August 1934 fand das letzte Bundestreffen, bereits in der Illegalität, auf dem Jugendland statt, an dem fast alle Bundesangehörigen teilnahmen. Kurz darauf kam der letzte Bundesbefehl heraus, der die Selbstauflösung anordnete; daß gesamte Inventar wurde vernichtet, die Heime verbrannt. Zwei Stämme wiedersetzten sich dem Befehl und lösten sich nicht auf. Der eine war der berittene Stamn der "Grauen Reiter" in Soldin. Am hellichten Tag ritten sie in voller Sturmtruppkluft durch den Ort. Der Stamm löste sich niemals auf; als sie zum Militär eingezogen wurden, fielen sie einer nach dem anderen an der Ostfront. Von diesen Grauen Reitern leitet sich unser Bundesname ab. Der "Braune-Bären-Stamm", 1928 von Erich Mönch (Schnauz) in Berlin gegründet, beschloß, sich zu tarnen und trat unter dem Namen "Technische Bereitschaft" als Stabjungenzug dem Jugendbann 155 des Jungvolks in Berlin-Kreuzberg bei. Das Abzeichen war die längshalbierte Pfeillilie des Sturmtrupps, die als wikingscher Enterhaken ausgegeben wurde. Noch bis 1939 wurde den zuverlässigsten Jungen das Versprechen abgenorrmen, dann löste sich auch diese Zelle geheimer bündischer Arbeit auf ein vorbereitetes Stichwort hin auf. Damit hat der Sturmntrupp aufgehört zu existieren. Nach 1945 gab es zwar Überlegungen einer Neugründung, aber dies wurde nicht verwirklicht. Doch mit Schnauz wurde dann an die Arbeit des Sturmtrupp angeknüpft, der Weg war frei für die Pfadfinderschaft GRAUER REITER . . .

(aus: Der GRAUE REITER 106/107, S. 5)

 
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30. April 2018: Dank Kafe konnte das Buch des Grauen Reiters von 1954 digitalisiert werden. Ein Paar Seiten findet ihr dann im neuem Heft. Eventuell wird es einen Nachdruck geben!



Februar 2018: Arbeiten am neuen Heft beginnen. Thema: "Der Haddak"



Juni 2017: Der Graue Reiter 126/127/128 ist noch vor Pfingsten fertig geworden und schon auf dem Weg zum Bundeslager!



November 2016: Die Reihe der "rot-grauen blätter" wird weitergeführt. Nummer 100 und Nr. 101 stehen zum Download zur Verfügung. Alte Nummer leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr. >>> Hier geht's zur Nummer 101.



Der Graue Reiter 130 ist zzt. ebenfalls in Arbeit. Mit dieser Dokumentation soll das Kapitel "GRAUE REITER in der
DDR" aufgearbeitet werden. Erscheinungstermin ist für Winter 2018 geplant. Im Moment beträgt der Umfang 54 Seiten. In nächster Zeit wird es noch ein paar Fahrten in den Osten geben, um Zeitzeugen zu befragen und weiteres Material zusammenzutragen.