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  FeG und BPS gehen ab April 2009 getrennte Wege  
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FeG und BPS gehen ab April 2009 getrennte Wege

„Ich bin sehr dankbar für acht überaus interessante, erfolgreiche und von unkompliziertem Miteinander geprägte Jahre“, resümiert der Bundesvorsitzende der Baptistischen Pfadfinderschaft (BPS) Uli Loth. Damit beschreibt er den bisher gemeinsamen Weg von Pfadfinderstämmen aus Gemeinden des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG) und Gemeinden des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Ge-meinden (EFG / Baptisten).

Ziemlich überrascht wurde die BPS nun vom Beschluss der FeG-Bundesleitung, eine eigene Pfadfinderarbeit zu etablieren. Auf der Vollversammlung des Pfadfinderbundes, dem so genannten Bundesthing, wurde dieser Schritt von FeG-Seite im März dieses Jahres erstmals angedeutet. Bei einem von der BPS-Führung initiierten Gespräch mit dem Bundesvorstand der FeG im Juni hofften die Verantwortlichen der BPS, diese Pläne noch korrigieren zu können. Doch die eingeschlagene Richtung wurde von Seiten des Bundes der FeG kürzlich durch einen offiziellen Beschluss bestätigt. Die BPS wurde 1986 als Pfadfinderschaft des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gegründet und ist seit 2003 Abteilung des Gemeindejugendwerks.

Erste Kontakte zwischen BPS und der Jugendarbeit im Bund FeG gab es 1998. Diese mündeten bereits im Jahr 2000 zielstrebig in den visionären Beschluss, dass die BPS die Pfadfinderarbeit beider großer freikirchlicher Verbände in Deutschland sein soll. In der Folgezeit führte die beispielhafte und ausgeprägte Unterstützung durch die FeG-Leitung sehr schnell zu einer ganzen Reihe von Stammesgründungen in FeG-Gemeinden. Rasch entstand ein in sich ausgeglichener Bund.

Die ganz praktische Arbeit zwischen den Pfadfindern aus beiden Gemeindebünden verlief, durch das rasante Wachstum beflügelt, sehr harmonisch: „Die Wenigsten von uns nahmen überhaupt jemals wahr, welchem Gemeindebund der Mitpfadfinder angehört, mit dem man gerade zusammenarbeitete“, so Uli Loth. „Ein einzigartiges Beispiel für freikirchliche Zusammenarbeit entstand. Umso bedauerlicher ist der nun getroffene Trennungsbeschluss, den die Bundesführung der BPS bis April 2009 umsetzen muss. Viele Jugendliche, die das herzliche Miteinander auf Zeltlagern, Fahrten und überregionalen Aktionen nicht mehr missen mögen, fragen bereits besorgt an, ob das weiter möglich sein wird.

Als Zeichen eines offenen und fairen Umgangs miteinander werte ich die Bereitschaft der FeG-Leitung es den bereits in der BPS verankerten Stämmen aus FeG Gemeinden freizustellen, ob sie in der BPS bleiben wollen oder in die neu zu gründende Pfadfinderschaft wechseln wollen.“

Dankbar blicke man zurück auf eine wertvolle gemeinsame Zeit. Verbunden mit der Hoffnung auf regionaler Ebene, die guten Kontakte zwischen den Stämmen weiter erhalten zu können, begleiten die Wünsche für ein gutes Gelingen den Start des neuen Pfadfinderbundes im Bund FeG. Gleichzeitig betont die BPS-Führung, dass man – wie bisher – trotz dieser Erfahrung weiterhin offen für Anfragen und Mitgliedschaft von Pfadfinderstämmen oder Interessenten aus allen christlichen Gemeinden und Gemeinschaften auch außerhalb der baptistischen Welt bleiben will.

– Ernst Mehleit –

 
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